Anwendungsprogramme auf internetfähigen, mobilen Endgeräten tun oft mehr, als sie vorgeben. Unbemerkt vom jeweiligen Besitzer verraten diese Apps dessen aktuellen Aufenthaltsort oder spähen seine Kontaktdaten aus. Informatiker der Universität des Saarlandes haben dies genauer erforscht und eine Anti-Spionage-App entwickeln lassen. Diese wurde bis heute schon über eine Million mal heruntergeladen und auf Smartphones und Tablet-PCs installiert. Die App wurde jetzt weiter verbessert, so dass sie nicht mehr in den Programmcode der zu überwachenden App eingreift. Sie zeigt außerdem genau an, welche persönlichen Daten nun besser geschützt sind. Die neue Profi-Version wird über die Plattformen„Google Play“ und bald auch über „Samsung Apps“ vermarktet.
Inzwischen kommunizieren nicht nur Menschen über das Internet, sondern auch Geräte wie zum Beispiel Stromzähler oder in Zukunft auch Maschinen in Fabriken. Alle Bereiche des täglichen Lebens werden zunehmend vernetzt und damit durch potenzielle Sicherheitslücken verwundbar. Seit 2011 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung daher drei nationale Kompetenzzentren für IT-Sicherheit. Sie sind angesiedelt an der Technischen Universität Darmstadt, der Universität des Saarlandes in Saarbrücken und am Karlsruher Institut für Technologie und erforschen diverse Fragen zur IT-Sicherheit. Ihre Ergebnisse präsentieren sie vom 5. bis 9. März an mehreren Ständen auf der Computermesse Cebit in Hannover.