Die Gleichstellungskonzepte des CISPA gehen Hand in Hand mit der konsequenten Gleichstellungspolitik der Universität des Saarlandes und der des Fachbereiches Informatik: Wir können eine bewährte Erfolgsbilanz für die Frauenförderung von der Studentin bis hin zur Professorin vorweisen. Während der Anteil der Frauen, die an der Universität des Saarlandes ihren Master in Informatik machen, ungefähr dem deutschen Durchschnitt entspricht, liegt der Anteil der Frauen, die promovieren und habilitieren, deutlich über dem Durchschnitt. Das Kompetenzzentrum “Technik-Diversity-Chancengleichheit” meldet, dass 10,4% erfolgreicher Promotionen und nur 6,9% erfolgreicher Habilitationen von Frauen erzielt wurden. In der Fachrichtung für Informatik an der Universität des Saarlandes liegen beide Prozentzahlen über dem Durchschnitt bei stabilen 17% und ist damit von den Studenten bis zur Habilitation konstant. Unser Erfolg ist das Ergebnis einer ganzheitlichen Förderung aller Studenten und insbesondere auch Studentinnen während ihrer Karriere.
Den Kern dieser Unterstützung bildet unsere von der DFG geförderte Graduiertenschule und unsere International Max Planck Research School (IMPRSCS), die gemeinsam von den beiden Max-Planck-Instituten und der Universität des Saarlandes geleitet werden. Die Graduiertenschule und die IMPRS-CS stellen persönliche Unterstützung sowie Seminare zur Erlernung von Soft-Skills zur Verfügung und unterstützen die soziale Integration. Wie vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vorgeschlagen wurde, haben sowohl die UdS als auch die beiden Max-Planck-Institute einen Audit “Beruf-und-Familie” durchführen lassen, um zu einem unabhängigen Urteil zu gelangen und Raum für Verbesserungen zu erkennen. Der Audit wurde von einer unabhängigen Gesellschaft durchgeführt und konzentrierte sich auf die Regelung der Arbeitszeit, die Organisation der Arbeit, Arbeitsplatz-, Informations- und Kommunikationspolitik. Sowohl die Universität als auch die Max-Planck-Institute bestanden den Audit mit großem Erfolg. Nichtsdestotrotz wurden weitere Verbesserungen eingeführt, wie beispielsweise die Förderung von privaten Kindertagesstätten wenn keine öffentlichen Plätze zur Verfügung stehen. Die Max-Planck-Gesellschaft hat sich dem Vorhaben verschrieben, den Frauenanteil in der Gesellschaft für die nächsten fünf Jahre um jährlich 1% zu erhöhen. Beide Institutionen haben in der Zwischenzeit Unterstützung für weibliche Forscher bereitgestellt, die Informationen über Kinderbetreuung und zusätzliche finanzielle Unterstützung beinhalten.
Trotz unseres Erfolges sind wir uns bewusst, dass wir zu wenige weibliche Forscher auf allen Ebenen haben, und arbeiten verstärkt daran diese Situation zu verbessern. Wir unternehmen folgende Anstrengungen, um die Situation zu verbessern:
- Wir bemühen uns aktiv um Bewerbungen von exzellenten Frauen für alle Positionen.
- Wir verbessern unsere Infrastruktur, um arbeitende Eltern besser unterstützen zu können. Die beiden Max-Planck-Institute planen, den in der Nähe der Informatik gelegenen Kindergarten und die Kindertagesstätte der UdS zu erweitern.
- Wir stellen finanzielle Mittel für professionelle Anwerbung bereit, um die Anwerbung von Frauen zu fördern, sowie die finanzielle Unterstützung für Paare zu gewährleisten, die beide eine akademische Karriere verfolgen (Dual-Career-Couple).
- Durch verschiedene Programme bemühen wir uns mehr Frauen auf Bachelor- und Masterlevel anzuziehen. Die Fachrichtung Informatik plant ein spezielles Programm für Frauen, die sich nach erfolgreichem Abschluss eines anderen Studiengangs in die Informatik umorientieren möchten.
- In anderen Programmen, die ein breites Besuchsprogramm von Wissenschaftlerinnen in Schulen beinhaltet, arbeiten wir aktiv daran, mehr Mädchen der Sekundarstufe für Informatik zu begeistern. Seit 2004 veranstalten wir alle drei Jahre Events für talentierte Schüler, wobei der Fokus insbesondere auf den Schülerinnen liegt.





